Der Fürstenstand
am Plabutsch

Bereits Erzherzog Johann entdeckte den Plabutsch als Wander- und Aussichtsberg.

Fürstenstein

Zusammen mit seinem Bruder Kaiser Franz, dessen Gattin Caroline, Marie Louise von Parma und dem Herzog von Reichstadt erstieg er 1830 den Gipfel.
Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde ein Gedenkstein, der „Fürstenstein“ gesetzt:

Historisches Kaiser - Tafel
Historisches2

Erste Warte

Die erste Warte war aus Holz und wurde 1839 aufgestellt, um Sr Majestät, Kaiser Ferdinand die Möglichkeit zu geben, vom höchsten Punkt in der Grazer Umgebung das ganze Murbecken überblicken zu können.
400 Gulden Spendengelder waren dazu notwendig. Den „Fürstenstein“ mit der Inschrift fügte man in die Steinbasis ein.

Fest am Plabutsch

Im Jahre 1852 errichtete man die erste steinerne Warte, einen „Schneckenbau“ anstelle der alten hölzernen Warte, wieder mit Hilfe von Spendengeldern.
Zur Einweihung kamen 2000 Menschen mit Pferdeomnibussen und allen möglichen Fahrzeugen, um zum Gipfel aufzusteigen und „Das Fest am Plabutsch“ zu feiern.

„Stein und Eisen“

Nachdem im Laufe der Jahre die trocken zusammengefügten Steine der Warte langsam wieder verfielen, baute 1888 der Steirische Gebirgsverein eine neue Warte aus „Stein und Eisen“.

Grazer Alpenverein

Die heutige Warte wurde dann 1936 vom Grazer Alpenverein auf das alte Fundament aufgesetzt und im darauffolgenden Jahr eingeweiht. Zugleich entstand ein einfacher Holzbau am Fürstenstand, der lange als Gaststätte diente. Mit Hilfe eines Maultiers mussten Lebensmittel und Trinkwasser durch den Einsiedelgraben hinauftransportiert werden.

„Adolf Hitler Turm“

Während des Zweiten Weltkrieges hieß die Fürstenwarte „Adolf Hitler Turm“ und diente in den letzten Kriegsjahren (ab 1943) als lugzeugabwehrkanonen-Stellung.

Plabutscher Höhenstraße

Die Plabutscher Höhenstraße – ursprünglich nur ein Wald- und Karrenweg – wurde 1950/51 gebaut.
Anfang der 80er Jahre asphaltierte man die Straße und es gab sogar eine Buslinie vom Grazer Jakominiplatz auf den Plabutsch.

Sesselliftanlage

1954 entstand vom ehemaligen Brauhaus Gösting aus (wo heute die Göstinger Pfarrkirche steht) ein Sesselliftanlage, die hinauf zum Fürstenstand führte. Der Betrieb wurde aber ab 1970 wieder eingestellt.

Berghotel

Im Jahre 1966 eröffnete dann am Fürstenstand ein Berghotel, das aber von 1982 bis 1992 nur als Restaurant offengehalten wurde.

Der Bergheurige Fürstestand

Heute lädt am Plabutsch der „Bergheurige Fürstenstand“ alle ein, den umwerfenden Blick über Graz bei ausgezeichneter Jause und umfassendem Getränkeangebot zu genießen.

Ein Besuch der Fürstenstandwarte ist heute wie damals ein Erlebnis für alle Grazer und Grazerinnen und ein Muss für alle Graz-Besucher!